Geheimnisvolle Plätze & Legenden
Mystische Orte Altmühlfranken Spooky Season Teil 2
Es ist wieder September (wie schnell die Zeit vergeht) und wieder zieht der Herbstnebel über das Möhrenbachtal. Das Zeichen, dass die Saison von einem schwülen Sommer zu einem gemutlichen Herbst wechselt. Mit der Nebeldecke, die unser Tal verhüllt, werde ich wie von selbst von der Mystik dieser Jahreszeit angezogen.
Das ist die Saison des Abschieds von einem herlichen Sommer, hin zu Einkehr und Ruhe. Vom Kalibrieren zum eigenen Fundament und dem Fokus auf das, was zu einem passt und was einen glücklich macht. Mich machen kühlere Temperaturen und Wanderungen durch die Natur oder eine historische Stadt zu mystischen Orten glücklich.
Denn wie von selbst erwachen im Herbst Sagen und Legenden hinter ihren Steinmauern und Höhlen zum Leben. Deshalb gibt es eine Ergänzung zu meiner Spooky Season Bayern-Liste vom letzten Jahr.
Spooky Season Teil 2.
Und dieses Mal gehe ich tiefer in die dunklen Kapitel unserer Geschichte. In die Hexenprozesse, Folterkammern und ich verrate, wo früher der Galgen in Möhren stand.

1. Der Folterkeller in Pappenheim
Tief unter der Burg Pappenheim liegt der Folterkeller verborgen. Die furchterregenden Folterwerkzeuge lassen keinen Raum für Fantasie. Um den Folterkeller zu besichtigen, braucht man eine Eintrittskarte für die Burg.
Obwohl die Folterungen das ganze Jahr über grausam waren, zieht mit dem Eindringen der kühlen Luft ein Schauer durch den Körper, der im Herbst weniger schnell verfliegt als in einem warmen Sommer. Zum Glück steht gegenüber dem Folterkeller eine Bank, um sich nach dem Besuch der „Hölle auf Erden“ kurz zu erholen, bevor man die schöne Burg weiter genießen kann.
- Die Schandmaske:
Genutzt von ca. 1500 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts als Strafe für Hexen, klatschsüchtige Frauen oder Frauen, die zu eitel oder neugierig waren. Es steht wirklich so geschrieben! Die betreffende Frau wurde mit der Maske durch die Stadt geführt und an den Pranger gestellt. Einige Masken hatten eine eingebaute Pfeife im Mundbereich. Bei jedem Atemzug ertönte ein lauter Pfiff. - Die Folterbank:
Zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert eine der meistgenutzten Methoden zur Befragung. Die befragte Person wurde auf eine Bank mit Holzdornen gelegt. Die Hände wurden am Kopfende festgebunden und die Füße am Fußende. Mit einer Winde wurde das Opfer extrem gedehnt. Das führte zu ausgerenkten Schultern und Knien sowie zum Reißen von Muskeln und Sehnen.

Folterkeller Pappenheim – Bild Sandra de Greeff
- Der Verhör- oder Folterstuhl:
Eine Verhörtechnik, die bis ins 18. Jahrhundert angewendet wurde. Die beschuldigte Person wurde nackt auf einen mit Dornen besetzten Stuhl gesetzt. Die Arme und Beine wurden mit Riemen oder Ketten fest angebunden. Die Opfer konnten sich nicht bewegen. Um den Schmerz zu verstärken, wurden die mit Spikes besetzten Bretter zusätzlich angezogen. Zudem wurden Bretter auf die Oberschenkel und Arme gepresst. - Die Schandtonne:
Genutzt für Trunkenbolde, Ruhestörer und kleine Delinquenten. Die verurteilte Person musste mit dem Kopf durch das Loch und den Beinen unten heraus durch die Stadt laufen. - Das Räderrad:
Genutzt vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Man wurde darauf mit weit gespreizten Armen und Beinen festgebunden. Der Henker schlug mit einer schweren Holz- oder Eisenstange auf die Gliedmaßen ein, um alle Knochen zu brechen. Erfolgten die Schläge von oben nach unten, war die Folter schnell tödlich. Von unten nach oben war sie ebenfalls tödlich, dauerte jedoch sehr lange. Das war die schwerste und grausamste Form der Todesstrafe. Sie wurde vor allem bei schweren Verbrechen wie Mord und Raubüberfällen verhängt.

Verhörstuhl-Folterkeller Pappenheim – Bild Sandra de Greeff
Nr. 2 Hexenprozess in Nördlingen
Die bekannteste Geschichte aus dieser Zeit ist die von Maria Holl, der Wirtin des Gasthauses „Die Goldene Krone“. Weil ihr Geschäft so gut lief, wurde sie aus Neid von Mitbürgern wegen Hexereiverdachts angezeigt.
1593 wurde sie festgenommen und in den Folterkeller des Rathauses geworfen. Sie erlitt nicht weniger als 62 Folterungen auf den grausamsten Instrumenten. Trotz der höllischen Schmerzen wiederholte sie stets ihre Unschuld.
Da sie sich weigerte zu gestehen und keine Namen anderer vermeintlicher Hexen nannte, geriet der Prozess ins Stocken. Das führte dazu, dass sie im Oktober 1594 freigesprochen wurde. Damit kamen die Hexenprozesse in Nördlingen zu einem Ende.

Folterkeller Maria Holl Nördlingen – Bild Sandra de Greeff
Nr. 3 Hexenberg in Nördlingen
Der Hexenberg, auch Hexenfels genannt, ist der Ort, an dem die Hinrichtungen der Hexen stattfanden. An dieser Stelle wurden 34 Frauen und ein Mann durch Verbrennung auf dem Scheiterhaufen zum Tode verurteilt. Die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel der Geschichte hängt noch immer über diesem Hügel. Der Ort bietet eine wunderschöne, aber beladene Aussicht.

Hexenberg Nördlingen – Bild Sandra de Greeff
Nr. 4 Beinhaus in Greding
Das Beinhaus, das sich direkt links neben der Basilika St. Martin auf dem Kirchberg in Greding befindet, wird auch Karner genannt. Aber lass dich von dieser niedlichen Bezeichnung nicht täuschen, denn in dem kleinen Häuschen liegen Knochen und Totenschädel von hunderten Verstorbenen sorgfältig aufgeschichtet. Menschliche Knochen und Schädel. Nicht nur ein beklemmendes, sondern auch ein trauriges Gefühl sickert durch die Stäbe des schmiedeeisernen Gitters, hinter dem die Gebeine liegen.
Memento Mori
Auf dem Schild am Beinhaus steht: „Was ihr seid, das waren wir. Was wir sind, das werdet ihr.“ Das ist der lateinische Gedanke des Memento Mori. Übersetzt bedeutet es: „Was ihr seid, das waren wir. Was wir sind, das werdet ihr.“ Denn falls die Vergänglichkeit des Lebens bisher noch nicht viel Raum in deinem Leben eingenommen hat, ist das ein echter Reality-Check.
Wie die menschlichen Überreste hierher gelangten Früher waren die Friedhöfe innerhalb der Stadtmauern viel kleiner. Als die Stadt und die Bevölkerung wuchsen, wurde auch auf dem Friedhof der Platz knapp. Um Raum für neue Verstorbene zu schaffen, wurden alte Gräber geräumt. Die ausgegrabenen Knochen wurden gereinigt und im Beinhaus aufgeschichtet. Das galt keineswegs als respektlos. Es war vielmehr eine Erinnerung an die Vergänglichkeit des Lebens. Das Beinhaus ist mit einem schmiedeeisernen Gitter verschlossen. Du kannst von außen hineinschauen und die aufgeschichteten Schädel und Knochen sehen. Wenn das Licht durch die kleinen Fensteröffnungen fällt, entsteht eine stille und leicht schaurige Atmosphäre.

Beinhaus Greding – Bild Sandra de Greeff
5. Tropfsteinhöhle Schulerloch
De Tropfsteinhöhle bij Essing, ook Schulerloch genoemd, is een kalksteengrot die zo’n 55 meter boven het dal ligt. De grot heeft een gangenstelsel van ruim 420 meter lang.
Op deze plek reizen we ver terug in de tijd. De grot werd tienduizenden jaren geleden tijdens de ijstijd gebruikt door holenberen, hyena’s en wolharige mammoeten. Later gebruikten neanderthalers deze grot als schuilplaats. Ook zij lieten er hun sporen achter.
En door deze kalksteengrot met duizenden jaren geschiedenis kan je, tijdens een rondleiding die ieder uur plaatsvindt, gewoon wandelen om je te vergapen aan 10.000 jaar oude druipstenen.

Bekerstalagmiet
Het absolute pronkstuk van de grot is de Becherstalagmit (bekerstalagmiet). Dit is een komvormige stalagmiet die rondom gesloten is en voortdurend gevuld blijft met water. Wereldwijd zijn dit soort formaties extreem zeldzaam. Het geeft het Schulerloch een bijzondere geologische status.
Waar komt de naam Schulerloch vandaan
Volgens een legende diende de grot in de middeleeuwen als schuilplaats voor zogeheten Scolaren of Schüler. Dit waren rondtrekkende magiërs, alchemisten en helderzienden die uit de steden waren verjaagd. In de diepe, donkere gangen van het Schulerloch voerden zij in het geheim hun rituelen uit, brouwden ze toverdranken en zochten ze naar de Steen der Wijzen, ver weg van de kerk en de wet.

Nr. 6 Felsgänge Nürnberg
Unter den Fachwerkhäusern der Nürnberger Altstadt erstreckt sich ein kilometerlanges unterirdisches Labyrinth. Es wurde bis zu vier Stockwerke tief in den Sandsteinfelsen gehauen.
Das Gangsystem entstand um 1380. Eine Verordnung der Stadt Nürnberg legte fest, dass jeder, der Bier brauen und verkaufen wollte, verpflichtend einen eigenen Felsenkeller besitzen musste, um das Bier zu gären und zu kühlen.
Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gangsystem Tausenden Bürgern als Schutzraum, als die Stadt bombardiert wurde. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939 wurde ein Teil dieses Kellersystems zum Kunstbunker umgebaut. Dies geschah etwa 24 Meter tief unter der Nürnberger Burg. Er wurde als fortschrittliches, klimatisiertes Depot eingerichtet, um unersetzliche Kunstschätze vor Bombardements zu schützen.
Es können verschiedene Führungen durch das unterirdische Gangsystem gebucht werden. Eine davon endet in der Handwerksbrauerei Hausbrauerei Altstadthof. Sie nutzt einen Teil der Gänge noch heute für die Reifung von traditionellem Nürnberger Rotbier und Whisky.

Felsgänge Nürnberg – Bild Sandra de Greeff
Der Galgen von Möhren
Nach dem journalistischen Prinzip „Eine Quelle ist keine Quelle“ ist diese Geschichte sicher nicht wasserdicht. Es ist ein Geheimnis, das mündlich von der Mutter an die Tochter und die Enkelin weitergegeben wurde.
Glaubwürdig ist es aber. Eine Freundin bestätigte mir, dass ihre Oma, bekannt als Oma Möhren, zu erzählen wusste, dass der Galgen von Möhren an genau der Stelle stand, an der sich heute das blaue Wasserhaus befindet.
Das klingt nicht nur logisch aber passt auch in die Struktur mittelalterlicher Dörfer. Im Mittelalter war es üblich, dass eine Hinrichtungsstätte strategisch an der Dorfgrenze lag. Oft direkt an der Durchgangsstraße. Das Wasserhaus liegt an der südlichen Grenze zwischen Möhren und Gundelsheim. Perfekt zur Abschreckung potenzieller Verbrecher, nach dem Motto: Verbrechen wird mit der Strick bestraft.
Darüber hinaus durften Verurteilte nach kirchlicher Tradition nicht in gewohnter, geweihter Erde beim Kirchplatz oder im Ortskern beerdigt werden. Die Hinrichtungsstätte galt als unrein und lag deshalb so weit wie möglich außerhalb des Dorfes.
Da unser Dorf im Laufe der Jahrhunderte nicht aus allen Nähten platzt, liegt der Unglücksort noch immer im Grünen an der südlichen Dorfgrenze, direkt neben einem Schild mit der Aufschrift „Fußweg zu Haag“. Ein abgestorbener alter Baum steht dort als stummer Zeuge.
Kennst du diesen Spruch: „Wenn man es einmal gesehen hat, kann man es nicht mehr ungesehen machen“? Genau das also. Bei jeder Runde mit dem Hund.

KI-generiertes Bild
Von tiefen Felsenkellern bis hin zu jahrhundertealten Legenden direkt bei uns um die Ecke, die Spooky Season in Altmühltal überrascht immer wieder.
Die Herbstzeit ist vielleicht die schönste und mystischste Zeit, um unser Tal zu erkunden. Nach einer Wanderung durch die nebligen Wälder oder einem Besuch einer dieser historischen Orte gibt es nichts Schöneres, als sich mit einer heißen Tasse Tee aufzuwärmen.
Kommst du diesen Herbst auch vorbei, um die Herbstmagie zu entdecken?

Drone Bild – Sandra de Greeff
Durf jij het aan?
Verken deze zeven mystieke plekken rond Schloss Möhren tijdens Spooky Season Beieren.
Wandel door bossen waar legendes fluisteren, ruïnes waar de wind verhalen vertelt, en voel hoe verleden en verbeelding samensmelten bij maanlicht.
Plan je bezoek, ontdek de geheimen van het Altmühltal — en wie weet… fluistert Armgard jou haar geheim toe.

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